Während das öffentliche Leben durch das Coronavirus in Deutschland noch immer eingeschränkt ist, sind die Landwirte auch weiterhin da und kümmern sich darum, dass es ausreichend Lebensmittel gibt. Gerade jetzt zeigt sich: Es ist gut, dass wir eine produktive und leistungsfähige Landwirtschaft in Deutschland haben. In unserem Themenschwerpunkt zur Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gibt es Wissenswertes und Interessantes zu erfahren. Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln in Deutschland? Werden einzelne Produkte knapp? Was sagen Experten dazu und wie meistern Landwirte die Corona-Krise? In unserem Themenschwerpunkt zur Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gibt es hier und natürlich auch auf unseren Kanälen in den sozialen Medien Wissenswertes und Interessantes zu erfahren. Außerdem kommen Landwirte zu Wort und berichten, wie sie die Ausnahmesituation während der Corona-Krise erleben.

Werden unsere Lebensmittel knapp?

Leere Regale in den Supermärkten, Rationierung von Produkten: Wer in den letzten Wochen Lebensmittel kaufen wollte, konnte leicht den Eindruck gewinnen, dass es Versorgungsengpässe bei Nahrungsmitteln gibt. Um möglichst selten Supermärkte aufzusuchen und so die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, aber auch, weil mehr Menschen als sonst daheim sind und sich dort mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgen müsssen, hat viele Verbraucherinnen und Verbraucher veranlasst, mehr als die sonst üblichen Mengen zu kaufen und daheim Vorräte anzulegen. In den meisten Fällen ist die Sorge vor Engpässen jedoch unbegründet. Denn die Ware wird in der Regel nachgeliefert und bei uns sind Lebensmittel in ausreichender Menge verfügbar.

Unsere heimische Landwirtschaft trägt dazu bei, dass der Selbstversorgungsgrad bei Grundnahrungsmitteln hierzulande hoch ist. Allerdings können unsere Landwirte bei Obst und Gemüse den Bedarf nicht vollständig decken. Hier sind Importe notwendig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstversorgungsgrad: Was ist das?

Der Selbstversorgungsgrad zeigt an, ob die in Deutschland hergestellte Menge eines Lebensmittels dafür ausreicht, den Bedarf der Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande zu decken. Ein Wert von 100 Prozent und darüber heißt also: Wir können uns selbst versorgen und sind nicht von Importen abhängig. Ein Wert von weniger als 100 Prozent bedeutet, dass Importe notwendig sind, um die Nachfrage zu erfüllen.


So wird der Wert berechnet: Eigenerzeugung geteilt durch Verbrauch


Beim Verbrauch wird folgendes berücksichtigt: Ernährung (Menschen und Haustiere), Nutzung in der Industrie, Futtermittel für Nutztiere, Saatgut,  Verluste z.B. in der Verarbeitung oder beim Transport

Warum ist der Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse in Deutschland relativ niedrig?

Viele unserer Grundnahrungsmittel sind in Deutschland in ausreichender Menge vorhanden. Kartoffeln, Frischmilcherzeugnisse oder auch Getreide als Rohstoff für die Weiterverarbeitung z.B. zu Brot und anderen Backwaren. Die heimische Landwirtschaft erzeugt so viel davon, dass wir nicht von Importen aus dem Ausland abhängig sind. In Krisenzeiten ist das besonders wichtig. Dennoch gibt es Lebensmittel, die wir nicht in der Menge herstellen können, um den Bedarf der Verbraucherinnen und Verbraucher decken zu können. Bei Obst und Gemüse ist das zum Beispiel der Fall. Warum ist das so?

 

 

Prof. Dr. Sebastian Hess | © Universität Hohenheim/Corinna SchmidDazu haben wir mit Prof. Dr. Sebastian Hess, Leiter des Fachgebiets Agrarmärkte an der Universität Hohenheim, gesprochen (Foto: © Universität Hohenheim/Corinna Schmid).

Interview mit Prof. Dr. Sebastian Hess

 

 

 

 

Und auch von Uwe Feiler, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wollen wir wissen, warum wir uns in Deutschland nicht selbst mit Pbst und Gemüse versorgen können. (Foto: © BMEL) 

Interview mit Uwe Feiler

 

 

 

 


Wie erleben Landwirte die Corona-Krise?

 

Während sich die einen Landwirte in den letzten Wochen große Sorgen um die Existenz ihres Betriebes machen mussten, weil etwa Saisonarbeitskräfte fehlten, konnten andere fast im Normalbetrieb weiterarbeiten. Zu letzteren gehört mit der Erzeuger-Genossenschaft Neumark ein Landwirtschaftsbetrieb in Mittelthüringen. Doch ganz sorglos ist der Chef Steffen Steinbrück nicht: Die mittel- und langfristigen Nachwirkungen der Corona-Krise beschäftigen ihn und sein Team.

Das sagt Steffen Steinbrück

 

Elke Heinze und Jochen Zellmann vom Landwirtschaftlichen Zentrum "Hörseltal" im Landkreis Gotha sind momentan entspannt: Die letzten Wochen hat der Landwirtschaftsbetrieb, der auch sechs Verkaufsstellen betreibt, relativ gut überstanden. Wie sie die Zeit der Corona-Krise erlebten und welche Hoffnungen sie für die Zukunft haben, das haben wir bei einem Besuch bei ihnen in Mechterstädt erfahren.

Das sagen Elke Heinze und Jochen Zellmann

 

 

 

Das Weingut Becker aus Ebersheim kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits in neunter Generation bewirtschaftet Marco Becker gemeinsam mit seiner Familie die heute 22 Hektar Weinberge am Rhein im größten weinbautreibenden Vorort der Stadt Mainz. Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf seinen Betrieb hat und welche Arbeiten gerade anstehen, hat Marco Becker uns erzählt.

Interview mit Marco Becker

 

 

Stefan Lüdke ist Geschäftsführer der Gönnataler Putenspezialitäten GmbH mit Sitz im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Im Gespräch mit dem freien Journalisten Paul-Philipp Braun erklärt er das Prinzip der Bio-Kisten, wieso das Ostergeschäft schwierig wird und was die aktuelle Coronakrise für seinen Betrieb bedeutet.

Interview mit Stefan Lüdke

 

 

In der Corona-Krise ist die Versorgung mit Lebensmitteln wieder stärker ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt. Durch Ausgangsbeschränkungen, die das Infektionsrisiko senken sollen, übernehmen Hofläden in den Dörfern und kleinen Gemeinden jetzt eine besondere Funktion als Nahversorger. Bei der TZG Ernstroda hat man mit einem neuen Lieferdienst den Service erweitert. Darüber und wie das Unternehmen mit der Corona-Krise umgeht, haben wir mit der Geschäftsführerin Simone Hartmann gesprochen.

Interview mit Simone Hartmann

 


Heimische Landwirtschaft. Gut, dass es sie gibt!

Mit diesem Radiospot wollen wir betonen, welchen Beitrag die heimischen Landwirte gerade in der Krise leisten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die heimischen Landwirte sorgen dafür, dass wir in Deutschland genug Lebensmittel haben und die wichtigsten Grundnahrungsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung stehen“, sagt Evelyn Zschächner, Leiterin Kommunikation und Marketing sowie Prokuristin der von Landwirten gegründeten Initiative. Der neue Radiospot wird ab sofort bei vielen Radiostationen in Deutschland ausgestrahlt werden. Finanziert wird die Ausstrahlung durch die fast 1.500 Landwirtschaftsbetriebe, die als Mitglied Teil der Organisation sind.


Eine Übersicht über die genauen Sendetermine des Radiospots ist hier auf dieser Seite heimischelandwirtschaft.de veröffentlicht.

 

Vom 30. März bis zum 18. April 2020 war dieser TV-Spot im Thüringen-Journal des MDR-Fernsehens zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 


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