Farbenfroh, aromatisch und saftig – Kein Wunder, dass Tomaten das beliebteste Gemüse der Deutschen sind. 30,5 Kilogramm isst jeder im Durchschnitt pro Jahr. In vielen Farben und Formen erhältlich bieten Tomaten ein großes Verwendungsrepertoire in der heimischen Küche. Und auch bei Kleingärtnern und Balkonbesitzern sorgen sie im Sommer zuverlässig für leckere Erfolgserlebnisse. Im großen Stil angebaut werden sie hierzulande jedoch kaum – nur 3,5 Prozent ist der Selbstversorgungsgrad aktuell. Allerhand Wissenswertes, Erstaunliches und mehr über die Tomate gibt es hier.

Botanisch gehören Tomaten zur Familie der Nachtschattengewächse und sind Beeren. Da sie sowohl Eigenschaften von Obst (entwickelt sich aus bestäubter Blüte) als auch Gemüse (i.d.R: herzhafte Zubereitung) vereinen, zählen sie als sogenanntes „Fruchtgemüse“. Ihren Ursprung haben die Pflanzen in Südamerika, von wo aus sie Kolumbus dann 1498 nach Europa brachte – damals noch mit kleinen gelben Früchten. Hierzulande hielt man sie dann lange nur als Zierpflanze. Erst um ca. 1900 fand sie ihren Weg in Deutschlands Küchen.

Und das ist auch gut so. Denn mit gerade einmal 19 Kilokalorien auf 100 Gramm und dem enthaltenen Lycopin, Beta-Carotin und viel Vitamin C sollten Tomaten auf keinem Speiseplan fehlen. Eine Ausnahme bilden Menschen mit Histamin-Unverträglichkeit. Kein Wunder, dass Tomaten so saftig sind: Zu 95 Prozent besteht das Fruchtgemüse aus Wasser.

 

Woher kommen unsere Tomaten?

Die heimische Tomatensaison geht ungefähr von Juli bis September. Dass es im Handel trotzdem das ganze Jahr über Tomaten zu kaufen gibt, liegt an der importierten Ware – die sage und schreibe 96,5 Prozent der in Deutschland verzehrten Tomaten ausmacht. 647.000 Tonnen waren es im Jahr 2022. Hierzulande wurden auf rund 400 Hektar überdachter Gesamt-Anbaufläche gerade einmal rund 102.180 Tonnen geerntet. Jede zehnte davon war eine Bio-Tomate.

 

Tomatensorten

Das offizielle Sortenregister zählt rund 4.000 Tomatensorten. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl von Sorten privater Züchter.

Zu den beliebtesten gehört die Salattomate, auch als Rundtomate bekannt. Sie ist besonders saftig und bringt ca. 50 bis 150 Gramm auf die Waage. Pur schmeckt sie ebenso wie im Salat, auf Pizza oder in Saucen.

Die Fleischtomate ist mit mindestes 150 Gramm schon ein echtes Schwergewicht. Ein bekanntester Vertreter ist die Ochsenherztomate. Fleischtomaten besitzen zudem vier bis fünf Fruchtkammern. Sie eignen sich perfekt zum Kochen, Grillen oder Backen.

Cherrytomaten verdanken ihren Zweitnamen „Naschtomaten“ ihrem besonders süßen Aroma, das sie perfekt zum pur Snacken macht. Aber auch leicht angebraten sind sie eine leckere Beilage. Die bis zu 20 Gramm schweren Früchte sind rund, länglich oder oval erhältlich.

Zum Verwechseln ähnlich, aber mit 35 bis 50 Gramm etwas schwerer, sind die Cocktailtomaten. Auch sie schmecken sehr süß und aromatisch und eigenen sich besonders gut für den Anbau auf Balkon oder Terrasse – und zum Verzehr pur, im Salat oder eingelegt.

Die Roma-Tomate (auch Eiertomate) hat ein festes Fruchtfleisch und wiegt zwischen 50 und 100 Gramm. Sie eignet sich z.B. zum Einmachen, für Soßen oder Ketchup.

Mit ihrer länglichen Form besonders außergewöhnlich ist die San-Marzano-Tomate, auch Flaschentomate genannt. Ihr Namensgeber ist ein Ort in Italien. Die ca. 90 Gramm schweren Exemplare lassen sich gut zu Soßen, Suppen oder Ketchup verarbeiten.

 

Einkauf und Lagerung

Beim Tomatenkauf sollte man zu den reifen, aber festen Exemplaren greifen. Gute Hinweise liefert auch die Farbe. Daheim gehören Tomaten niemals in den Kühlschrank, sondern sollten immer bei Zimmertemperatur gelagert werden, weil sonst die guten Aromen verloren gehen. Frisch gekauft, kann man sie für ein bis zwei Wochen aufbewahren.

Du willst selbst Tomaten anbauen? Unsere Tipps findest Du hier:

Tomaten selbst anbauen

Tomaten reifen auch nach der Ernte weiter. Dafür wickelt man sie am besten in Zeitungspapier und lässt sie bei 18 bis 20 Grad Celsius liegen, bis die grünen Stellen verschwunden sind.

 

Das kann man aus Tomaten machen

Was die Verarbeitung angeht, sind beim Thema Tomaten kaum Grenzen gesetzt. Neben Soßen für Pizza und Pasta eignen sich die aromatischen Vitaminbomben auch zur Herstellung von Saft, Salaten, Ketchup oder Chutney. Im Handel erhält man sie außerdem pur, getrocknet, als Konzentrat, passiert, gehackt; aus Tetrapack oder Dose. Am besten aber schmecken sie natürlich vom Wochenmarkt, Hofladen oder aus dem eignen Garten.

Übrigens: Der Grund für die Beliebtheit von Tomatensaft auf Flugreisen ist der veränderte Luftdruck beim Fliegen, der unser Geschmacks- und Geruchsempfinden dämpft. Lediglich fruchtige Aromen werden gleich stark wahrgenommen  wodurch der auf der Erde oft weniger beliebte Tomatensaft in mehreren tausend Metern Höhe punkten kann. Mehr als 1,5 Millionen Liter werden im Jahr allein bei der größten deutsche Airline ausgeschenkt.

Zu viele Tomaten? Das kann man daraus machen

So groß die Freude über die erste selbstgeerntete Tomate, so groß ist für manchen Kleingärtner die Herausforderung, am Ende der Saison alle Exemplare zu verarbeiten.
 
Die gute Nachricht: Für Tomaten gibt es schier unendliche Verarbeitungsmöglichkeiten: Ob warm oder kalt, flüssig oder fest: Das gesunde Gemüse schmeckt einfach immer. Hier ein paar leckere Varianten und Rezepte:
  • Tomatensuppe

Hier das Rezept für eine cremige Tomatensuppe herunterladen

  • Tomatensoße
  • Tomatensalat
  • Ketchup

Hier das Rezept für fruchtigen Tomatenketchup herunterladen

  • halbgetrocknete Tomaten
 

 

Rezept-Tipp: Grünes Tomaten-Chutney

(zur Ansicht einfach auf das Bild klicken)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sind grüne Tomaten giftig? Und wie bekomme ich Tomatenflecken aus meiner Kleidung?

 

Antworten auf diese und mehr Fragen findest Du in unserem FAQ:

FAQ Tomaten

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