Deutsche Brotkultur: Besonders geschützt 

Unser heimisches Brot wird auf der ganzen Welt geschätzt. Vor allem die Vielfalt an Sorten ist einzigartig. Brot ist hierzulande mehr als ein bloßes Lebensmittel, es ist Ausdruck einer Kultur, die von der Herstellung bis hin zum Genuss reicht. So unterschiedlich die Regionen in Deutschland hinsichtlich ihrer Traditionen, ihrer Mentalität und auch ihrer Landschaft sind, so vielfältig sind die Brotspezialitäten. In jeder Region gibt es besondere Vorlieben: Während im Norden kräftige Roggenbrote geschätzt werden, sind Brote mit einem höheren Weizenanteil im Süden beliebter. Hinzu kommen regional unterschiedliche Zutaten, wie etwa Zwiebeln, Spargel, Walnüsse oder auch besondere Getreidesorten. Nicht zuletzt unterscheiden sich Brote durch ihre Form, die von rund, über eckig, geflochten oder klassisch länglich reichen kann. Und auch wenn beim Handwerksbäcker um die Ecke nur ein Bruchteil der über 3.000 anerkannten Brotsorten zu finden ist, fällt die Auswahl bei so vielen leckeren Kreationen meist schwer. 

Die Deutsche Brotkultur wird von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) seit 2014 als Immaterielles Kulturerbe besonders geschützt. Damit soll das Wissen um Brot als Lebensmittel, seine handwerkliche Herstellung und seine Zutaten erhalten werden und zugleich lebendig bleiben.

Deutsche Brotsorten: Sorgfältig dokumentiert

In Deutschland gibt es mehr als 3.000 registrierte Sorten Brot. Sie sind im Deutschen Brotregister des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. verzeichnet. Dort kann jeder Handwerksbäcker, der auch Mitglied einer Innung ist, seine angebotenen Sorten eintragen. 

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