Zahlen und Fakten zu Soja

Soja findet in Deutschland in erster Linie Anwendung als Futtermittel für Nutztiere. Doch es werden auch einige Lebensmittel aus der Hülsenfrucht hergestellt. Gerade für eine vegetarische oder vegane Ernährung ist Soja von großer Bedeutung. Mit einem Klick auf das Bild erfahren Sie mehr über die Verwendung von Soja!

 

 

 

 


 

Import und Anbaufläche

Obwohl Sojabohnen im letzten Jahr auf einer Fläche von knapp 52.000 Hektar bei uns angebaut wurden, ist die Abhängigkeit von Importware weiterhin groß. Die Hülsenfrucht mag es warm, deshalb ist Brasilien derzeit das wichtigste Importland.⁠ Es wird jedoch bereits daran gearbeitet, den Anbau von Soja und anderen Hülsenfrüchten in Deutschland voranzutreiben (Eiweißpflanzenstrategie, BMEL).

Quelle: Statista, 2023

 

 

Während im Jahr 2016 nicht mal 16.000 Hektar Soja in Deutschland angebaut wurden, sind es fünf Jahre später mehr als doppelt so viel. Einen Sprung um fast 50 Prozent gab es dann vom Jahr 2021 auf 2022. Da die Sojapflanze Wärme liebt, liegen die Hauptanbaugebiete im Süden Deutschlands. 80 Prozent der Anbauflächen hierzulande befinden sich in Bayern und Baden-Württemberg.

 

Quelle: BZL, 2021

 

 


 

Soja in der Kritik

In der Landwirtschaft ist Soja ein beliebter Bestandsteil von Tierfutter, da es ein guter Proteinlieferant ist. Derzeit kann jedoch der Anbau in Deutschland noch nicht mit dem Bedarf der Landwirtschaft mithalten. So werden jedes Jahr über 3 Millionen Tonnen Soja nach Deutschland importiert. Diese Einlieferungen stehen aus verschiedenen Gründen in der Kritik.

(Quelle: statista, 2023)

 

Futtermittel

  • Fütterung vorrangig an Hühner, Schweine und Rinder
  • große Bedeutung als Futtermittel mit hohem Eiweißgehalt
  • hohe Abhängigkeit von Importen: Anbau meist in Ländern mit passendem Klima

Importware in der Kritik

  • Großteil von Soja wird aus dem Ausland importiert (3,6 Mio. Tonnen)
  • Import vor allem aus Brasilien: starke Rohdung von Wäldern für Anbauflächen

Fazit

  • Anbau in Deutschland soll weiter gefördert werden, um abhängug vom Import zu werden und Umwelt zu schützen (Eiweißpflanzenstrategie des BMEL)
  • Anstieg der Anbaufläche in Deutschland von 2016 bis 2021 um 226 Prozent

 


 

Die Herstellung von Sojasoße

Zum Verfeinern und Würzen in der Küche greifen auch in Deutschland viele zur Sojasoße. Ihren Ursprung hat die braune Gewürzsoße in China und im 17. Jahrhundert kam sie auch in Europa an.

In den Supermärkten gibt es chinesische und japanische Sojasoßen zu kaufen. Das besondere an der japanischen Variante ist die Rolle von Weizen. Dieser sorgt beim Herstellungsprozess dafür, dass die Soße eine stärkere Süße erlangt, als bei der chinesischen Soße. Aber wie wird sie hergestellt? Wie bei der japanischen Variante aus der Sojabohne die Sojasoße wird, erfahren Sie mit einem Klick auf das Bild!

 

Wie Soja zu Tofu wird

Tofu aus Soja ist eine beliebte Eiweißquelle bei Vegetariern und Veganern. Aber wie wird das Ersatzprodukt hergestellt?

Zuerst wird aus den Sojabohnen Sojamilch gemacht. Dafür werden die Bohnen gequetscht und mit Wasser gekocht und filtriert. Durch die Zugabe von einem Gerinnungsmittel wie Magnesiumchlorid oder Calciumsulfat flockt dann das Eiweiß in der Sojamilch. Überschüssige Flüssigkeit wird durch Pressen und Abschöpfen entfernt.

Je nachdem welche Konsistenz der Tofu haben soll, wird der Prozess angepasst. Seidentofu ist besonders weich. Hier wird die Sojamilch bei der Herstellung direkt in die Verpackung gefüllt und gerinnt dann dort, wodurch noch eine Menge Flüssigkeit bleibt. Feste Tofublöcke werden gepresst, um viel Flüssigkeit zu entfernen und dann gekühlt.

Tofu ist naturbelassen und dadurch geschmacksneutral erhältlich. Es gibt ihn aber auch mariniert, geräuchert oder gewürzt zu kaufen.

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