Allerlei von Lamm, ein selbstgemachtes Tomaten-Ketchup, ein leckeres Chutney aus heimischen Zutaten und einen fruchtigen Rhabarber-Crumble. All diese Grillrezepte gibt es hier.

Allerlei vom Lamm mit Gartengemüse und Martinas Kräuterdip

Wer an Landfrauenküche denkt, denkt vielleicht an deftige Hausmannskost oder sehr reichhaltige Kuchen. Dabei ist die Landfrauenküche natürlich ebenso vielfältig wie die Landfrauen selbst es sind. Landfrau zu sein, das bedeutet, sich im Verband der Landfrauen zu engagieren. Eine, die auf dem Dorf groß geworden und heute selbst aktive Landfrau ist, ist Martin Blücher. Mit ihren 34 Jahren ist sie Vorsitzende in ihrem Ortsverband Langenroda im Kyffhäuserkreis in Thüringen. Weil es ihr wichtig ist, sich mit anderen Frauen, die auf dem Land daheim sind, auszutauschen und ihnen eine Stimme zu geben, will Martina Blücher jetzt die „Jungen Landfrauen Thüringen“ aktiv mitgestalten.

Neben ihrem Job bei einem landwirtschaftlichen Bildungsträger kümmert sie sich daheim um ihre Ziegen, mehrere Kaninchen und etliche Hühner. Und auch sonst ist die studierte Landwirtin umtriebig: im Dorfbeirat ihres Ortes versucht sie Jung und Alt zusammenzubringen und damit das Landleben noch attraktiver zu machen.

Für uns hat Martina Blücher ein schnelles Grillmenü gezaubert: Zartes Lammfleisch, frische Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten und leckerer Kuchen dürfen dabei nicht fehlen.

 

Zutaten für 4 Personen:

verschiedenen Stücke vom Lamm (z.B. Koteletts, Lende, Filet, Rippchen), Gartengemüse der Saison (z.B. Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Auberginen, Spargel, Bohnen, Fenchel), Salz, Pfeffer und frischen Rosmarin

Für den Dip:

200 Gramm Schmand, 200 Gramm Qark, Gartenkräuter der Saison (z.B. Schnittlich, Petersilie, Gänseblümchen, Rosmarin); Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Belieben

Zubereitung:

Für den Dip Schmand und Quark in der Schüssel gut verrühren. Die Kräuter zerkleinern, z.B. mit einem Wiegemesser, und zur Schmand-Quark-Mischung geben. Verrühren und nach Belieben mit Salz, Pfeffer und nach Bedarf mit Chiliflocken würzen. Das Fleisch salzen und kurz ruhen lassen, so dass das Salz leicht einziehen kann. Anschließend das Gemüse vorbereiten: Festere Gemüsesorten wie Kartoffeln, Möhren, Spargel oder Bohnen in etwas Wasser vorgaren. Zucchini, Auberginen oder Fenchel können direkt auf den Grill gelegt werden. Die Kartoffeln je nach Größe halbieren. Zusammen mit dem restlichen Gemüse salzen. Das vorbereitete Gemüse und das Lammfleisch auf den Grill legen, bis es verzehrfertig ist.

 


Rhabarber-Crumble vom Grill

Zutaten für 4 Personen:

500 Gramm Rhabarber, 200 Gramm Mehl, 125 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Zucker, 5 EL Zucker und Zimt

Zubereitung:

Rhabarber putzen, schälen und in gleichmäßig große Stücke schneiden (z.B. 1,5 cm dick, je dicker die Stücke, desto länger die Backzeit). Das Mehl mit dem Zucker in eine Schüssel geben. Nach und nach die Butter hinzugeben und mit einem Handrührgerät oder von Hand verkneten. 5 EL Zucker mit etwas Zimt vermischen. Die Rhabarberstücke in eine gefettete Backform geben. Nach Belieben mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Danach die Streusel auf dem Rhabarber verteilen und den Crumble auf den Grill stellen. Am besten eignen sich Grills mit einem Deckel. Für etwa 25 Minuten backen.

Zubereitungszeit: ca. 25 Minunten

Die genaue Zubereitungszeit variiert nach Grill-Modell. Der Crumble ist fertig, wenn der Rhabarber weich und die Streusel kross sind. 

Tipp! Wenn gerade keine Rhabarber-Saison ist, kann der Crumble auch mit Äpfeln, Stachel- oder Johannisbeeren zubereitet werden. Ideal sind säuerliche Früchte, weil sie sehr gut mit den süßen Streuseln harmonieren.

 


Selbstgemachtes Tomaten-Ketchup

Grillsaucen gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Ausführungen. Von Steaksauce über Barbecue-Soße bis hin zur Knoblauchsauce ist alles dabei. Doch die populärste Grillsauce ist – man mag es kaum glauben – das Ketchup. Was viele aber wahrscheinlich gar nicht wissen, Ketchup kann man auch schnell und leicht selber machen und es schmeckt deutlich intensiver als die gekaufte Variante.
 

Zutaten:

3 Kilogramm Tomaten, 2 Knoblauchzehen, 1 Zwiebel, 50ml Olivenöl, 60 Gramm braunen Zucker, 150ml Weißweinessig, 2 TL Chiliflocken, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Tomaten waschen, halbieren, Strünke entfernen und mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden. Knoblauch und die Zwiebel schälen und möglichst klein hacken. Öl in einem großen Topf erhitzen. Erst die Zwiebel und anschließend den Knoblauch andünsten.

Sobald die Zwiebeln schön glasig sind die klein geschnittenen Tomaten hinzugeben und bei mittlerer Hitze für 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Tomaten durch ein Sieb in einen Kochtopf gießen. Die Tomaten erneut aufkochen lassen und Zucker, Essig und Chiliflocken hinzugeben. Das Ketchup noch einmal 15 Minuten köcheln lassen, damit es schön eindickt.

Am Ende noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das fertige Ketchup in Einmachgläser umfüllen. So kann es im Kühlschrank gelagert werden und bleibt länger frisch.

 

 


Fruchtiges Rhabarber-Chutney mit Apfel

Chutneys gelten bei uns mittlerweile als Marmelade 2.0. Die würzigen, teils süß-sauren aber mitunter auch scharf-pikanten püreeartigen Saucen stammen ursprünglich aus der indischen Küche. Dort gibt es Chutneys zu fast jeder Mahlzeit. Die Engländer brachten die Chutneys nach Europa und sorgten durch das "Einmachen" in Gläser dafür, dass die Chutneys länger haltbar blieben. Bei der Zubereitung sind der Phantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Wer mal ein Chutney aus regionalen Zutaten zubereiten möchte, für den haben wir hier das passende Rezept:

Zutaten:

250 Gramm frischen Rhabarber, 1 rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 kleinen Apfel (z.B. Braeburn), 60 Gramm Zucker, 1 Prise Salz, 1 TL Senf, 50ml Apfelessig, 50ml Wasser

Zubereitung:

Den Rhabarber schälen und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Den Apfel entkernen und in Würfel schneiden. Den Knoblauch und die Zwiebel fein hacken. Rhabarber, Apfel, Knoblauch und Zwiebel mit den restlichen Zutaten in einem Kochtopf ca. 30 Minuten köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren.

 

 


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