Bis ins 18. Jahrhundert waren Pastinaken in Deutschland eine der beliebtesten Gemüsesorten. Verdrängt wurden sie von Kartoffeln und Möhren, der auffälligeren, orangefarbenen Schwester der Pastinake. Heute erlebt das Wurzelgemüse ein Comeback und kommt vor allem in den Wintermonaten immer häufiger auf den Tisch.

Pastinaken: Das winterliche Wurzelgemüse erlebt eine kleine Renaissance

Als Suppe, Pürree, gebacken im Ofen oder einfach roh gegessen: Wenn die Temperaturen sinken, beginnt die Saison für Pastinaken. Mit ihrer hellen Farbe und dem nussig-herben, leicht süßlichen Geschmack ähneln sie Möhren und Petersilienwurzeln. Kein Wunder, denn Pastinaken sind eine Kreuzung aus diesen beiden Wurzelgemüsesorten. Die Anbaufläche ist hierzulande mit 150 Hektar noch relativ klein.

Geerntet werden kann die Wurzel ab dem späten Sommer, üblicherweise beginnt die Ernte aber erst, wenn frostige Tage kommen. Denn: Je niedriger die Temperaturen, desto süßer der Geschmack. Er entsteht durch die Umwandlung von Stärke in Zucker. Pastinaken vertragen Frost gut und können daher auch dann frisch geerntet werden, wenn anderes Gemüse in unseren Regionen nicht mehr direkt vom Feld erhältlich ist.

Pastinake oder Petersilienwurzel? Das sind die Unterschiede

Helle Farbe, längliche, sich verjüngende Form, herber bis leicht süßlicher Geschmack. Pastinaken und Petersilienwurzeln sind zum Verwechseln ähnlich.

So können sie unterschieden werden:

Pastinake (links im Bild) Petersilienwurzel (rechts im Bild)
  • Stielansatz nach innen gewölbt
  • Stielansatz nach oben gewölbt
  • Geschmack ist süßlicher
  • Geschmack ist herber und erinnert stark an Petersilie

 

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